Seit Mitte April pflegen unsere "Rasenmäher auf vier Beinen" auf ökologisch nachhaltige Weise das Freigelände des Museums Wald und Umwelt. Auf etwa zwei Hektar sorgt eine Herde der seltenen Rasse für kurzes Gras und Freude bei den Museumsbesuchern.
Das Waldschaf – ein Nachfolger des einst in ganz Süddeutschland verbreiteten Zaupelschafs – gehört zu den ältesten Schafrassen Mitteleuropas und ist typisch für das bayerische Oberland. Es ist, anders als die heutigen, auf Milch, Fleisch oder Wolle spezialisierten Züchtungen, sehr vielseitig und robust. Doch gerade mangels Spezialisierung steht das ausgesprochen hübsche, häufig behornte Waldschaf kurz vor dem Aussterben. In Bayern zählt die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. derzeit nur 165 Mutterschafe. Das Waldschaf ist übrigens nicht nach seinem bevorzugten Aufenthaltsort benannt – im Wald bekommt es eher mit der Angst zu tun –, sondern nach dem Bayerischen Wald, wo bis zu seiner Wiederentdeckung die letzten Bestände existierten.
Links: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.
www.g-e-h.de
"Erhalten durch Aufessen": so wie unsere LandschaftspflegerInnen durch das Fressen saftiger Wiesenkräuter zum Erhalt der Artenvielfalt einer Magerwiese beitragen, so kann diese alte Nutztierrasse "Waldschafe" auf Dauer nur überleben, wenn sich ihre Haltung finanziell trägt. Mit dem genussvollen Verzehr einer zarten Lammkeule tragen Sie also gleichzeitig zum Erhalt der seltenen Rasse bei. Die Tiere im Freigelände des Museums gehören zu dem zertifizierten Biobetrieb von
Michaela und Rainer Mehringer in Erding.
Schlachtermin wird voraussichtlich
Mitte Juli sein.
Wer Interesse an frischem Lammfleisch hat und sich vormerken lassen möchte, wendet sich bitte bis Ende Juni 2010 an die Umweltbeauftragte der Stadt Ebersberg,
Agnes Gehrer unter Tel. 08092 - 82 55 54.
Rezept gefällig????
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