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Dauerausstellung

Die Dauerausstellung musste für die Sanierungsarbeiten nach dem Gebäudebrand im Dezember 2019 vollständig rückgebaut werden. Die Ausstellung verband bisher anschaulich die Geschichte der Waldnutzung mit Informationen zur Ökologie des Waldes. Die Holzbibliothek des Mönchs Candid Huber und die weltgrößte Fichtennadel bildeten die Highlights des Museums.

Die Dauerausstellung wird voraussichtlich im ersten Quartal 2025 wieder eröffnet. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Im Poster ist dargestellt, wie die beiden Ausstellungsräume im EG und im OG sowie das Jägerhäusl in Zukunft genutzt werden sollen.

Sonderausstellungen

Das Museum bietet wechselne Sonderausstellungen zu aktuellen Themen. Dieser Bereich ist vom Brand nicht beschädigt und wird weiterhin genutzt. Die Themen und Termine der Sonderausstellungen finden Sie in der aktuellen Jahresbroschüre.

Alles im Kasten – Fledermausschutz im Ebersberger Forst

Sonderausstellung vom 4. November 2023 bis zum 1. April 2024

Bei der Ausstellung "Alles im Kasten – Fledermausschutz im Ebersberger Forst" zeigt die Fotojournalistin Viktoria Pezzei die verborgene Welt der Fledermäuse im Ebersberger Forst und die Menschen, die sich für deren Schutz einsetzen. Im größten zusammenhängenden Waldstück im Großraum München gibt es seit 2009 das Artenschutzprojekt "1.000 Fledermauskästen für den Forst". Einmal im Jahr schwärmen freiwillige Helfer:innen aus, um die Nutzung der Fledermauskästen zu kontrollieren und die Kästen gegebenenfalls zu reinigen.  

Fledermäuse spielen im ökologischen Gleichgewicht eine wichtige Rolle. Bei ihren Jagdflügen verbrauchen sie sehr viel Energie. Um dieses Defizit auszugleichen, muss jede Fledermaus pro Nacht etwa ein Drittel ihres eigenen Körpergewichtes an Nahrung zu sich nehmen. Bei manchen Arten entspricht das bis zu 3.000 Insekten! Dabei stehen auch viele Insektenarten auf dem Speiseplan der Fledermäuse, die Schaden an Nutzpflanzen anrichten.

Deutschland beherbergt 27 Fledermausarten, von denen 25 Arten in Bayern nachgewiesen wurden. Allerdings gelten acht Fledermausarten bereits als gefährdet oder gar als stark gefährdet und stehen unter strengem Schutz der Artenschutzrichtlinien. Der Rückgang ihrer Population beruht auf verschiedenen Problemen: Zum einen sind ungünstig platzierte Windkraftanlagen für Todesfälle verantwortlich, zum anderen verringert sich der Lebensraum aufgrund von energetischen Sanierungen und dem Totholzmangel. Es dauert mehr als 20 Jahre, bis eine Spechthöhle groß genug für Fledermäuse ist. Als Gegenmaßnahme bieten Fledermauskästen einen künstlichen Ausgleich zum Rückgang der natürlichen Quartiere.

Viktoria Pezzei hat einen Sommer lang die freiwilligen Helfer:innen bei der  Kontrolle der Fledermauskästen im Ebersberger Forst begleitet und ihre Arbeit fotografisch dokumentiert. Die entstandene Bildsprache erzählt, wie lokaler Artenschutz möglich ist und beleuchtet die essenzielle Arbeit der mitwirkenden Menschen. Mit zusätzlichen Informationen zum Artenschutzprojekt erhalten die Besucher:innen der Fotoausstellung einen exklusiven Einblick in die Arbeit für den Erhalt der heimischen Fledermausvielfalt.

Während der kreativen Ausarbeitung wurde der Fotografin schnell klar, dass dieses Artenschutzprojekt über den Fledermausschutz hinausgeht. Es entwickelte sich zu einer besonderen fotografischen Herausforderung, denn Viktoria Pezzei wusste erst beim Öffnen der Kästen, ob sich ein Tier im Kasten verbirgt und falls ja, welches – schließlich haben andere Lebewesen den Vorteil dieser Behausungen ebenfalls für sich entdeckt. Der Moment des Öffnens war also jedes Mal eine Überraschung – und das bei über 80 Fledermauskästen, bei deren Kontrolle sie dabei war!

Eine Auswahl der Fotografien ist in der Sonderausstellung im Museum Wald und Umwelt vom 04. November 2023 bis 01. April 2024 zu sehen. Die Vernissage zu der Fotoausstellung findet am 03. November 2023 um 18:00 Uhr statt.

Begleitprogramm zur Sonderausstellung

Hier finden Sie das spannende Begleitprogramm zur aktuellen Sonderausstellung:

Vernissage - Freitag 3.11.23, 18:00 bis 19:30 Uhr

In Anwesenheit der Ausstellungsmacher*innen und der Foto-Journalistin Victoria Pezzei.

Ist noch wer wach? - Samstag 4.11.23, 15:30 bis 17:30 Uhr

Ausstellungsrundgang mit Dr.Roswitha Holzmann (Naturschutzbehörde LRA Ebersberg). Anschließend Reinigungskontrolle „fehlbelegter“ Kästen im Ebersberger Stadtwald und Lauschgang mit dem Fledermaus-Detektor. Für Familien. Teilnahme kostenlos

Neue Flausmeister willkommen! - Sonntag 10.12.23, 14:30 bis 16:30 Uhr

Als "Flausmeister" werden die ehrenamtlichen Kastenbetreuer*innen bezeichnet (eine Wortschöpfung aus "Fledermaus" und "Hausmeister"). An diesem Info-Nachmittag erfahren Sie interessante Details zum Projekt "1.000 Fledermauskästen" und machen einen Ausstellungsrundgang mit Kerstin Mertens, der 1. Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst. Für Erwachsene, Teilnahme kostenlos, keine Anmeldung

Frau Batman kommt! - Samstag 13.1.24, 14:30 bis 16:30 Uhr

Sie weiß alle Geheimnisse über die Fledermäuse im Ebersberger Forst und kennt ihre Superkräfte. Ein Nachmittag für die ganze Familie mit Henriette Hofmeier (Fachstelle Waldnaturschutz). Anmeldung bis 11.1.24 erforderlich, Preis 6/4 €

Nistkasten-Werkstatt - Samstag 27.1.24, 14:30 bis 16:30 Uhr

Nach einem Ausstellungsrundgang kann man sich einen Fledermauskasten bauen. In Zusammenarbeit mit dem MakerSpace EBE e. V., der offenen Werkstatt für den Raum Ebersberg. Für Familien, Anmeldung bis 25.1.24 erforderlich, Preis 15/12 €

Spezialführung mit Fledermaus-Kino - Samstag 24.2.24, 15:30 bis 17:00 Uhr

Zu dieser Spezialführung mit Ursula Kunz durch die Ausstellung bitte eine Taschenlampe mitbringen. Für Familien, Anmeldung bis 22.2.24 erforderlich, Preis 4,5/3 €

Ist schon wer wach? - Ostermontag 1.4.24, 16:00 bis 17:30 Uhr

Rundgang durch die Ausstellung mit Ursula Kunz. Anschließend Lauschgang mit dem Fledermaus-Detektor im Stadtwald. Für Familien, Anmeldung erforderlich, Preis 4,5/3 €

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Anmeldung zu den Veranstaltungen unter der Rubrik Programm möglich.

Verlust der Nacht – Lichtverschmutzung

Sonderausstellung vom 3. Mai 2024 bis 26. Januar 2025

Fotos aus dem Weltall von der Nachtseite der Erde zeigen ein Lichtermeer von gewaltigen Ausmaßen. Da Kunstlicht nicht nur unabdingbar für notwendige Arbeiten in der Nacht ist, sondern auch positiv besetzt mit Werten wie Sicherheit und Wohlstand, beleuchten wir unsere Umgebung viel zu großzügig. Die übermäßige künstliche Beleuchtung verursacht eine erhebliche Aufhellung des Nachthimmels und hat gravierende Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Ein Drittel der Wirbeltiere und die Hälfte der Insekten sind nachtaktiv. Der Wechsel von Tag und Nacht ist einer der wichtigsten Taktgeber des Lebens. Da unsere Nächte nicht mehr wirklich dunkel sind, wird das fein justierte System der biologischen Rhythmen von Menschen, Pflanzen und Tieren gestört. Das kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen und hat negativen Einfluss auf die ökologischen Funktionen, wie Forschungsergebnisse der letzten Jahre eindeutig belegen.

Die Ausstellung ruft dazu auf, über einen neuen Umgang mit Licht nachzudenken, denn die gute Nachricht ist: Das Umweltproblem Lichtverschmutzung lässt sich lösen, wenn man künstliches Licht optimiert und mit Vernunft einsetzt.

(Wiederholung der Ausstellung von 2020/2021)

Museumsführungen

Sobald es eine neue Dauerausstellung gibt, bieten wir für Interessierte Gruppen wieder individuelle Museumsführungen an.